8. Juli 2007
Tag der offenen Kirche
fand am Sonntag, den 8. Juli in der evangelischen Kirche
St. Andreas in Hildesheim
zum Thema Taufe statt
Eingeladen waren wie immer: -
An diesem Sonntag im Juli war Abrahams Runder
Tisch zu Gast im Gemeindegottesdienst der St. Andreaskirche. Herr Pastor H.
Siegel erläuterte in der Predigt ‚Taufe’ im Zusammenhang
mit dem 6. Kapitel aus dem Brief des Apostel Paulus an die Römer:
Wisst ihr denn nicht, dass wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden,
auf seinen Tod getauft worden sind?... und wie Christus durch die Herrlichkeit
des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen
leben.
Nach dem Gottesdienst und nach einer Stärkung im Kirchencafé versammelte
sich ein interessierter Kreis am Taufbecken. Verschiedene Taufriten, das Untertauchen
in Wasser oder das Benetzen wurden erklärt.
Aus dem 8. Kapitel der Apostelgeschichte stand nun ‚die Taufe des Äthiopiers’
im Mittelpunkt. Der Kämmerer der Königin der Äthiopier bittet
den Apostel Philippus um die Taufe, nachdem er ihm einen Text des Propheten
Jesaja gedeutet hat. Nach der Taufe zog der Kämmerer, wie es heißt
„voll Freude weiter“.
Der Vormittag wurde mit der Kirchenführung beschlossen.
Wieder sind wir in unserem interreligiösen
Arbeitskreis einen Schritt weitergekommen auf dem Weg des gegenseitigen Verständnisses,
zu erfahren war, was für die Christen die Taufe bedeutet.
21. Januar 2007
Tag der Weltreligionen in der Christuskirche
Abrahams Runder Tisch zu Gast im Festgottesdienst mit Posaunenchor
Zum achten Mal hat der interreligiöse
Arbeitskreis, der seit 1998 das Gespräch zwischen Vertretern der abrahamitischen
Religionen pflegt, den 1950 von der Bahá’í Religionsgemeinschaft
eingeführten „Tag der Weltreligionen“ in einer christlichen
Gemeinde veranstaltet. Immer am dritten Sonntag im Januar will dieser Tag
die Religionen zum friedlichen Dialog motivieren. In seiner Predigt erläuterte
der Gemeindepfarrer Gerd Meyer-Lochmann den Lebensweg Abrahams, der sich noch
als alter Mann auf das Wort Gottes hin zum Aufbruch bewegen lässt. Pastor
Dr. Christoph Maczewski von Abrahams Rundem Tisch sprach von den Bruderreligionen
Judentum und Islam, die auf Isaak und Ismael zurückgehen. Bewegend waren
die auf Zuruf aus der Gemeinde formulierten Fürbitten: Der Familie des
im Sturm umgekommenen Hildesheimers wurde gedacht, an die verzweifelte Lage
der Asylanten erinnert und um Frieden im nahen und fernen Osten gebetet. Im
Grußwort an die Gemeinde betonte Dr. Christiane Geisthardt, dass wir
das interreligiöse Gespräch pflegen müssen, weil wir über
Abraham miteinander verwandt sind, aber gerade verwandtschaftliche Verhältnisse
auch im Alltag oft nicht einfach sind.
Nach dem festlichen Gottesdienst nahmen viele die Einladung zum Gespräch
im Gemeindesaal an. Auf dem Podium vertrat Wolfgang Sunderbrink die jüdische
Seite, für die christliche Seite sprach Katharina Seidler, für den
Islam Alexander Schmidt, für die Bahá’í-Religion
Martin Hüffmeier. Alle äußerten sich zu den Möglichkeiten
und Grenzen des interreligiösen Dialogs. Deutlich wurde, dass jeder seinem
Glaubensgut zutiefst verbunden ist und dass gleichzeitig der Dialog als Bereicherung
empfunden wird. Podium und Plenum begegneten sich freundschaftlich, aber auch
kritische Fragen nach Religionsfreiheit und den Rechten religiöser Minderheiten
wurden diskutiert. Mit einem Gebet um Frieden aus jeder der vier Weltreligionen
ging die gut besuchte Veranstaltung zu Ende.
In diesem Jahr bot dankenswerterweise das Mehrgenerationenhaus den gastlichen Rahmen für das interkulturelle Frauenfrühstück am Samstagmorgen in Hildesheim. Unter dem Dach von 'Abrahams Rundem Tisch' (ART) wurde die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Stadt Hildesheim, der Volkshochschule und dem Asyl e.V. Frauentreff Hildesheim durchgeführt.
Die über mehrere Monate tagende Vorbereitungsgruppe leitete Ursula Plewnia von ART. Fast 70 Frauen sind der Einladung gefolgt, damit reichten gerade die Plätze an den runden Tischen.
Die Moderatorin war Dr. Christiane Geisthardt. Für die Kinder wurde vom Mehrgenerationenhaus eine Kinderbetreuung z.B. als 'Leselust' organisiert, die so viel Spaß machte, dass die Kinder kaum Interesse für das Frühstück hatten. Die Frauen kamen aus Hildesheim und Alfeld, aus Georgien, aus dem Iran, aus Afghanistan und den Philippinen.
Stellvertretend für die erkrankte Leiterin des Mehrgenerationenhaus Magdalena Zerrath erläuterte der Leiter der Hildesheimer Volkshochschule Hartwig Kemmerer, das vielseitige Konzept eines Mehrgenerationenhauses. Alexandra Stück und Karin Jahns (Gleichstellungsbeauftragte) überbrachten die Grüße der Stadt Hildesheim. Nach gemeinsamen Liedern und beeindruckenden gesungenen Gebeten der Bahá'í-Kinderklasse aus Hannover begann dann das Frühstück.
Köstlich waren wieder die Platten, die vom Asyl e.V. Frauentreff und Vertreterinnen von Stadtteilfrühstücken aus Drispenstedt und Moritzberg mitgebracht wurden. Zwischen den Beiträgen und dem Essen gab es die Möglichkeit, sich an den Tischen auf besondere Weise zu unterhalten: Luise Harms und Aslihan Bakir hatten Spruchweisheiten aus dem Bereich Christentum und Islam verteilt.
Christiane Kulemann (Asyl e.V. Frauentreff) hatte die Ausstellung 'Kinder im Krieg' zur Verfügung stellen können, die nachdenklich betrachtet wurde. Ein Highlight waren die ausdrucksvollen Frauenbildnisse (Aquarelle und Ölmalerei) von Shanaz Ostadian, die verschleierte Frauen und Frauen ohne Schleier zeigten. Die Bilder verwandelten die ehemalige Sporthalle fast in eine Kusthalle.
Eigentlich soll das Frauenfrühstück immer in der Woche des ausländischen Mitbürgers stattfinden, diesjähriges Motto: Teilhaben – Teil werden. Da diese Woche aber 2007 in den Fastenmonat Ramadan fällt, geht kein Frühstück mit islamischen Frauen, die von morgens bis abends fasten. Für später wäre zu überlegen, dass im Ramadan statt des Frühstücks dann einmal ein gemeinsames Frauen-Fastenbrechen stattfinden könnte. Das Festenbrechen findet immer am Abend eines Fasttages statt, und Gäste sind willkommen. Das diesjährige Frauenfrühstück endete mit deutschen und türkischen Reigentänzen. Alle freuen sich auf das nächste Mal, vielleicht sogar – wie schon früher - in der Rathaushalle.
INTERKULTURELLES FRÜHSTÜCK AM 8. SEPTEMBER 2007

