Die Geschichte seiner Entstehung
Der Interreligiöse Arbeitskreis Hildesheim ABRAHAMS RUNDER TISCH (ART) wurde am 2. April 1998 von einigen Juden, einigen Christen, einigen Muslimen und einigen Bahá'í aus Hildesheim und Umgebung gemeinsam gegründet. Seine Entstehung ist Teil eines Prozesses gegenseitiger Öffnung, den einige Christen in Gang setzten, als sie 19.. den
Ökumenischen Arbeitskreis Judentum – Christentum Hildesheim
gründeten. Noch immer treffen sich dessen Mitglieder an jedem ersten Dienstag im Monat und führen in jedem Jahr zur „Woche der Brüderlichkeit“ öffentliche Veranstaltungen durch.Als sich 1992 der Oberstadtdirektor für eine Begegnung der Weltreligionen in Hildesheim einsetzte, tat sich plötzlich ein weites Feld für interreligiöse Aktivitäten auf. Die Begegnung der Weltreligionen sollte auf höchster Ebene und zeitgleich mit der EXPO 2000 stattfinden und war dazu gedacht, die ethische Dimension in die Weltausstellung in Hannover zu bringen. Die Mitglieder des Vorbereitungskreises und die Hildesheimer Zeitungen berichteten über das große Projekt und weckten bei vielen Menschen in der Stadt und im Landkreis das Interesse an anderen Religionen. Dadurch entstanden auch an der Basis interreligiöse Initiativen. In der Stadt wohnten in-zwischen viele muslimische Bürger. Einige mutige Aktive aus dem Arbeitskreis Judentum - Christentum sowie aus mehreren Bildungseinrichtungen der katholischen und der evangeli-schen Kirche wagten 1996 den „Aufbruch in eine abrahamitische Ökumene“ und luden Hildesheimer Muslime zu gemeinsamen Treffen ein. Einige Vertreter der muslimischen Gemeinden folgten der Einladung, und man gründete im Mai 1996 einen neuen Arbeitskreis mit dem Namen:
Ökumenischer Arbeitskreis „Begegnung der Religionen“ in Hildesheim.
ABRAHAMS RUNDER TISCH – Interreligiöser Arbeitskreis Hildesheim.
Die Mitglieder der Planungsgruppe treffen sich mehrmals im Jahr. Sie lernen voneinander und miteinander, erweisen einander Gastfreundschaft, arbeiten bei der Vorbereitung von Projekten zusammen, und aus ihren gemeinsamen Erfahrungen sind Verständnis füreinander, gegenseitige Wertschätzung und Vertrauen erwachsen.
Angehörige des Bahá'ítums, der vierten abrahamitischen Religion, kamen aus eigener Initiative dazu, denn für Bahá‘í ist der einträchtige und brüderliche Umgang mit den Anhängern aller Religionen als Voraussetzung des Weltfriedens ein Bestandteil des eigenen Glaubens.
Gleichzeitig entstand in Diekholzen-Barienrode bei Hildesheim ein privater Hauskreis von Bahá'í und Christen. Als der Prozeß des gegenseitigen Kennenlernens bis zu diesem Punkt voran-geschritten war, machte die Bereitschaft zu gleichberechtigter Zusammenarbeit eine neue Struktur des Arbeitskreises notwendig. So kamen in Hildesheim am 2. April 1998 die Mitglieder des Ökumenischen Arbeitskreises „Begegnung der Religionen“ und des Diekholzener Haus--kreises zusammen, um gemeinsam etwas Neues ins Leben zu rufen. Die Versammelten beschlossen, sich auf die vier abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum, Islam und Bahá'ítum zu beschränken, die alle in Hildesheim als Gemeinden ansässig sind. Sie gaben sich den Namen