Kalender der Feste und Gedenktage 2011
1.
Januar, Neujahr, Christlich
Der Beginn des neuen Jahres nach christlich-gregorianischem Kalender. Weltfriedenstag
der Katholischen Kirche.
6. Januar, Epiphanias, Christlich
Das Fest feiert das Kommen Gottes in Christus, so wie es sichtbar wurde
in der Geburt, in der Anbetung der Weisen (Heilige drei Könige), in
der Taufe Jesu im Jordan und in dem Wunder zu Kana. In der Volksfrömmigkeit
treten, je nach Region verschieden, die „Heiligen drei Könige“
so sehr in den Vordergrund, daß nur noch vom „Dreikönigsfest“
gesprochen wird.
16. Januar, Tag der Weltreligionen
Diesen Tag begeht der interreligiöse Arbeitskreis Hildesheim Abrahams
Runder Tisch in jedem Jahr am dritten Sonntag im Januar, immer in einer anderen
Gemeinde.
9.
Februar, Aschermittwoch, Christlich
Mit dem Aschermittwoch beginnt die Vorbereitungszeit auf das Osterfest. Diese
Fastenzeit dauert (ohne Sonntage) 40 Tage. Es ist eine Zeit der Buße,
des Gebets und der tätigen Liebe.
14.
Februar, Milad Al-Nabi (Mevlid Kandili)/Geburt des Propheten, Muslimisch
In der zwölften Nacht des arabischen Monats Rabi’ul-Awwal, am 20.
April 571, wurde der Prophet Muhammad geboren. An dem Gedenktag wird aus dem
Leben des Propheten erzählt.
19. Februar, Purim/Losfest, Jüdisch
Freudenfest anläßlich der Errettung der Juden durch Esther vor dem Anschlag Hamans. Dieses Fest wird in ausgelassener Fröhlichkeit gefeiert (karneval-ähnlicher Charakter).
26.02.-1.03, Ayam-i-HA (Geschobene Tagen), Bahá’í
2.03 -20.03, Fastenzeit, Bahá’í
9.03 - 23.04. Februar, Christliche Fastenzeit, Christlich
21.
März, Naw-Ruz/Beginn des Neues Jahr, Bahá’í
Naw-Ruz (Neuer Tag) ist der erste Tag eines neuen Sonnenjahres. Am Vorabend
endet die neunzehntägige Fastenzeit. Das Naw-Ruz-Fest, das fröhliche
Neujahrsfest aller Iraner, wurde vom Báb und von Bahá’u’lláh
zum Neujahrsfest der Bahá’í auf der ganzen Welt bestimmt.
20.04 - 06.
April, Pessach/Fest der ungesäuerten Brote, Jüdisch
Das Fest wird zur Erinnerung an die Befreiung vom Joch des Pharao und den
Auszug aus Ägypten begangen. Die Hauptfeier, der Sederabend, findet in
der Familie statt. Ursprünglich war das Pessachfest das erste der drei
großen Wallfahrts- und Erntefeste.
21.
April, Gründonnerstag, Christlich
Tag der Einsetzung der Eucharistie im Gedächtnis an das „Letzte
Abendmahl“, das Jesus mit Seinen Jüngern feierte.
21. April - 2. Mai Ridvan-Festzeit, Bahá’í
Den Namen Ridvan (übersetzt: Paradies) gab Bahá’u’lláh, der Stifter der Bahá’í-Religion, einem Garten in Bagdad, wo Er 1863 erstmalig einigen Anhängern Seine Berufung als der Verheißene Gottes für dieses Zeitalter erklärte. Ridvan ist das höchste Fest der Bahá’í. In der Zeit wählen sie ihre Geistigen Räte. Der 1., 9. und 12. Ridvantag sind arbeitsfreie Feiertage.
22.
April, Karfreitag, Christlich
Gedächtnis des Kreuzestodes Jesu. Ein Tag der Trauer und des mitleidenden
Fastens.
24.-25.
April, Ostern, Christlich
Das Jahresgedächtnis der Auferstehung Christi und damit der höchste
Feiertag der Christenheit. Das Bekenntnis, daß Jesus Christus lebt,
steht im Mittelpunkt des christlichen Glaubens. In Deutschland wird der Ostermontag
als zweiter Feiertag begangen.
7. - 8. Mai, Schawu’ot/Wochenfest, Jüdisch
Das „Wochenfest“ findet sieben Wochen nach Pessach statt. Gefeiert wird der Tag der Offenbarung der Thora. Es ist eines der drei großen Wallfahrts- und Erntefeste.
23. Mai, Erklärung des Báb, Bahá’í
Der Báb („das Tor“) erklärte am 23. Mai 1844 in Schiras (Iran) Seine göttliche Berufung. Er verkündete das baldige Auftreten „Dessen, Den Gott offenbaren wird“ (d.h. Bahá’u’lláhs).
29. Mai Hinscheiden Bahá’u’lláhs, Bahá’í
Am 29. Mai 1892 starb Bahá’u‘lláh in Bahji bei Akka (Israel), wo Er auch beigesetzt wurde. Seine dortige Grabstätte ist die Gebetsrichtung der Bahá’í. Sie begehen den Gedenktag mit Versammlungen, Gebeten und Lesungen aus den Schriften Bahá’u’lláhs.
2. Juni, Christi Himmelfahrt, Christlich
Vierzig Tage nach Ostern wird das Fest der Himmelfahrt Christi gefeiert. Es
ist ein Bekenntnis zum lebendigen und wirkenden Jesus Christus.
12.
- 13. Juni, Pfingsten, Christlich
Fünfzig Tage nach Ostern wird das Pfingstfest gefeiert. Es ist der Abschluß
der Osterzeit, das Fest der Geistsendung, die Vollendung der Heilstaten Christi,
der „Geburtstag der Kirche“.
In Deutschland hat das Fest einen zweiten Feiertag.
23.
Juni Fronleichnam, Christlich
Zur Erinnerung an die Heiligkeit des Abendmahls ziehen die katholischen Christen
in einem Umzug (Prozession) durch die Stadt.
9.
Juli Märtyrertod des Báb, Bahá’í
Nach mehrjähriger Festungshaft wurde der Báb am Mittag des 9.
Juli 1850 durch ein Er-schießungskommando auf dem Kasernenhof von Täbris
(Nordiran) hingerichtet. Seines Todes wird – möglichst am Mittag
- mit Gebeten und Lesungen aus den Bahá’í-Schriften gedacht.
20.
Juli Tischa B’Aw (Fastentag), Jüdisch
Fasten- und Trauertag zum Gedächtnis der zweimaligen Zerstörung
des Tempels in Jerusalem. Der erste Tempel wurde durch Nebukadnezar im Jahre
586 v.Chr. zerstört, der zweite durch die Römer im Jahre 70 n. Chr.
1.
August, Beginn des Fastenmonats Ramadan (Ramazan), Muslimisch
Das Fasten im Monat Ramadan gehört zu den „fünf Säulen
des Islam“. Von Beginn der Morgendämmerung an bis nach Sonnenuntergang
wird weder gegessen noch getrunken. Abends, nach Sonnenuntergang, gibt es
gemeinsames Essen und gemeinsames Gebet. Befreiung vom Fasten gibt es für
bestimmte Gruppen wie Kinder, Kranke, stillende Mütter u.a. Am 27. Ramadan
wird in der Nacht der Macht / Lailat Al-Qadr (Kadir Gecesi) der Offenbarung
der 97. Sure des Koran gedacht.
1. September, Eid Al-Fitr/Fest des Fastenbrechens (Ramazan Bayrami), Muslim
Das Fest des Fastenbrechens (Zuckerfest) wird zum Ende des Fastenmonats Ramadan drei Tage lang begangen. Es ist ein Freudenfest.
9.-10.
September, Rosch Ha-Schana / Beginn des Neues Jahr, Jüdisch
Jüdischer Neujahrstag. Beginn der zehntägigen Bußzeit, die
mit dem Jom Kippur endet, und zusammen mit Jom Kippur der höchste Feiertag.
18.
September Jom Kippur / Versöhnungstag, Jüdisch
Der letzte der zehn Bußtage wird durch Fasten und im Gebet in der Synagoge
begangen.
23.-30.
September Sukkot / Laubhüttenfest, Jüdisch
Das Laubhüttenfest erinnert an die Zeit der Wüstenwanderung. Acht
Tage lang werden die Mahlzeiten nach Möglichkeit in einer eigens dafür
gebauten Laubhütte eingenommen. Es ist gleichzeitig ein Erntefest.
1.
Oktober Sim‘chat Tora / Fest der Gesetzesfreude, Jüdisch
Während eines Jahres werden die fünf Bücher Mose, die Tora,
gelesen. Zum Abschluß dieses Jahres finden Umzüge mit der Torarolle
in der Synagoge statt. Für die Kinder gibt es nach dem Gottesdienst Süßigkeiten.
3.
Oktober Erntedank, Christlich
Ein Tag der Danksagung, besonders auch für die Ernte.
20.
Oktober Geburt des Báb, Bahá’í
Am 20. Oktober 1819 wurde der Báb (das Tor) in Schiras im Süden
Irans geboren. Der Báb war der Vorläufer Bahá’u’lláhs.
Er ist eine Zentralgestalt der Bahá’í-Religion.
31. Oktober, Reforrmationstag, Evangelisch
1. November, Allerheilligen, Katholisch
2. November, Allerseelen, Katholisch
6. November, Beginn des Wallfahrtsmonats, Muslimisch
6 - 9. November, Eid Al-Adha (Kurban Bayrami)/Opferfest, Muslimisch
Das Opferfest wird am 10. Tag des Monats Dhu´l-Hidschdscha begangen. Das Fest bildet den Abschluß der Wallfahrt nach Mekka. Es erinnert an die Bereitschaft Abrahams, Seinen Sohn zu opfern. In jeder Familie, die es sich leisten kann, wird ein Opfertier, meist ein Hammel, geschlachtet und zum größten Teil an Bedürftige verteilt.
12.
November, Geburt Bahá’u’lláhs, Bahá’í
Am 12. November 1817 wurde Bahá’u’lláh (Herrlichkeit
Gottes) als Sohn eines persischen Adligen in Teheran geboren. Bahá’u’lláh
ist der Stifter der Bahá’í-Religion.
16.
November, Buß- und Bettag, Christlich
Am vorletzten Mittwoch des Kirchenjahres begehen die evangelischen Christen
einen Bußtag. Es ist ein Tag der Besinnung und Selbstprüfung.
26. November Tag des Bundes, Bahá’í
26. November, Al-Hidschra (Hicri Yilbasi) / Beginn des Neues Jahr, Muslimisch
Der Beginn des neuen Jahres (Mondjahr) ist gleichzeitig die Erinnerung an die Auswanderung des Propheten Muhammad von Mekka nach Medina.
27.
November, Erster Advent, Christlich
Advent bedeutet Ankunft; gemeint ist das Kommen Gottes auf die Erde. Advent
bezeichnet die Zeit der vier Sonntage vor Weihnachten. In der katholischen
und der evangelischen Kirche beginnt mit dem ersten Advent das neue Kirchenjahr.
21
- 28. Dezember, Chanukka/Weihefest, Jüdisch
Achttägiges Lichterfest, das an die Wiedereinweihung des Tempels erinnert,
der durch hellenistische Besatzer entweiht worden war. An einem achtarmigen
Leuchter wird jeden Tag ein weiteres Licht angezündet, bis am letzten
Festtag alle Lichter brennen.
24.
- 26. Dezember, Heiliger Abend, Weihnachten, Christlich
Das Fest der Geburt Jesu von Nazareth. Mit diesem Fest feiern die Christen
die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus zum Heil der Welt. Das Fest wird
in fast allen christlichen Kirchen gefeiert.
Es beginnt schon am Abend vorher, dem „Heiligen Abend“, und hat
in Deutschland einen zweiten Feiertag. Das Brauchtum dieser Feiertage ist
in Deutschland mit Krippe, Christbaum und Geschenken besonders stark ausgeprägt.